Die HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten verliert ihr Heimspiel in der Männer-Bezirksklasse Gruppe 1 gegen Eintracht Frankfurt mit 24:32, zeigt dabei aber besonders in der Anfangsphase und über weite Strecken der zweiten Halbzeit eine engagierte Leistung. Entscheidend waren eine Schwächephase Mitte der ersten Halbzeit sowie die höhere Effektivität der Gäste im Angriff.
Start nach Maß
Die HSG erwischte in der Altkönigssporthalle einen Traumstart: Jan Erhard markierte nach nicht einmal einer Minute das 1:0, und Torben Goslar legte mit einem Doppelpack zur 3:2-Führung nach. In dieser Phase lief der Ball flüssig, die Abschlüsse saßen, und auch Richard Pestinger traf sicher vom Siebenmeterstrich zum 7:6 und 8:6, sodass die HSG bis zur 13. Minute das Spiel bestimmte.
Bruch im ersten Durchgang
Nach dem 9:7 (wiederum Siebenmeter Pestinger) riss allerdings der Faden im HSG-Angriff. Technische Fehler und überhastete Abschlüsse luden Eintracht Frankfurt zu einfachen Toren ein, sodass die Gäste über 9:10 und 10:13 bis zur Pause auf 14:19 davonzogen. Vor allem Posts Rückraumtore und Nöthlings Durchbrüche bekam die HSG-Defensive in dieser Phase nicht ausreichend in den Griff.
Aufbäumen nach der Pause
Direkt nach Wiederanpfiff zeigte die HSG Moral: Goslar, Erhard und erneut Goslar verkürzten innerhalb weniger Minuten auf 16:21, und auch in der Folge blieb das Heimteam dran. Bis zur 41. Minute hatten Pestinger und Erhard den Rückstand beim 20:25 wieder in einen halbwegs greifbaren Bereich gebracht, die Abwehr arbeitete deutlich aggressiver als vor der Pause. Doch Eintracht Frankfurt fand stets die passende Antwort, insbesondere über Teubner und Nöthling, die ihre Chancen konsequent nutzten.
Unterzahlphasen nehmen den Schwung
Eine Zeitstrafe gegen Pestinger (43:18) sowie eine weitere gegen Goslar (50:42) nahmen der HSG in der Schlussviertelstunde immer wieder den Rhythmus. Frankfurt nutzte die Überzahlsituationen kaltblütig, erhöhte zunächst auf 22:27 per Siebenmeter und baute den Vorsprung in den letzten Minuten weiter aus. Zwar trafen Mitzenheim und Goslar noch einmal für die HSG, doch die Gäste spielten die Partie routiniert herunter.
Starke Einzelauftritte trotz Niederlage
Trotz der Niederlage gab es auf HSG-Seite einige starke Auftritte: Torben Goslar war mit 7 Treffern bester Werfer, dicht gefolgt von Richard Pestinger, der ebenfalls 7 Tore erzielte, darunter 2 Siebenmeter. Dahinter reihten sich Jan Erhard (4), Niko Erhard (2) und Sven Seese (2) in die Torschützenliste ein und zeigten, dass die HSG im Rückraum und auf den Außenpositionen durchaus Breite besitzt. Auf dieser kämpferischen Leistung – vor allem der zweiten Halbzeit – lässt sich für die kommenden Spiele in der Bezirksklasse definitiv aufbauen


