Mit einer erneut geschwächten Truppe ging die HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten in das Rückspiel gegen die TSG Münster II. Wieder einmal musste das Team krankheitsbedingt auf zwei zentrale Leistungsträger verzichten: Ole und Hannes standen kurz vor Anpfiff endgültig nicht zur Verfügung – ein herber Rückschlag, gerade mit Blick auf das Hinspiel, das trotz großem Kampfgeist nur knapp verloren wurde. Zum Glück konnten Jacob und Noah aus der D Jugend aushelfen.
Dieses Mal erinnerte vieles an das Hinspiel – leider auch der Start. Die HSG fand zunächst überhaupt nicht in die Partie, während der Gast aus Münster gleich mit 5:0 davonziehen konnte. Besonders bitter: Alle fünf Treffer resultierten aus Siebenmeterentscheidungen des Schiedsrichters. Ein denkbar ungünstiger Beginn, der die Mannschaft früh unter Druck setzte.
Zwischenzeitlich lag die HSG bereits 5:11 zurück, doch wie so oft in dieser Saison zeigte das Team enorme Moral. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, kämpften sich die Spieler Stück für Stück zurück in die Begegnung. Mit mehr Stabilität in der Defensive und klug herausgespielten Angriffen gelang es, den Rückstand bis zur Halbzeit auf 14:16 zu verkürzen.
Die TSG Münster II blieb ihrem Spielstil treu: schnell, druckvoll, konsequent nach vorne. Damit brachte sie die HSG immer wieder in Bedrängnis und zwang das Team zu intensiver Abwehrarbeit. Dennoch kam die HSG im zweiten Durchgang deutlich besser ins Spiel. Die Deckung stand enger, verschob aktiver und ließ insgesamt weniger klare Chancen zu.
Auch im Angriff wurde die HSG mutiger und variabler. Die Mannschaft belohnte sich schließlich mit dem Ausgleich zum 22:22, was die Halle – und die Bank – spürbar aufleben ließ. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie vollkommen offen.
Doch trotz der starken Aufholjagd schlichen sich erneut zu viele Leichtigkeitsfehler ein: unnötige Ballverluste, Schrittfehler und hektische Abschlüsse verhinderten letztlich, dass man den Ausgleich halten oder gar in Führung gehen konnte. Am Ende musste sich die HSG denkbar knapp mit 29:30 geschlagen geben.
Letztes Wochenende hatte die HSG noch das Glück auf ihrer Seite – dieses Mal eben nicht. Dennoch bleibt eines über allem stehen: Die Moral dieser Mannschaft ist beeindruckend. Das Team gibt niemals auf, glaubt bis zur letzten Sekunde an sich und zeigt Woche für Woche eine Entwicklung, auf die jeder einzelne stolz sein kann.
Jetzt heißt es: Mund abputzen, konzentriert weiterarbeiten und den Blick auf das nächste Spiel richten – hoffentlich dann endlich wieder mit vollständigem Kader.
Es spielten: Lino (TW), Moritz, Niklas, Paul H. (1), Jan-Linus (16), Jacob, Noah (1), Paul K. (5), Paul B. (1), Maximilian (5)




